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Verpackungsgesetz (VerpackG)

Im Juli 2022 treten in Deutschland Änderungen am Verpackungsgesetz in Kraft. Diese Änderungen betreffen alle Unternehmen, die Verpackungsmaterialien herstellen, importieren oder verwenden. Das Gesetz verpflichtet Unternehmen zur Teilnahme am dualen System zur Verpackungsentsorgung und zur Registrierung im LUCID-Register. Die Nichterfüllung dieser Anforderungen kann zu ernsthaften Konsequenzen führen, einschließlich Geldstrafen von bis zu 200.000 Euro.

In diesem Artikel werden wir alle Änderungen am Verpackungsgesetz einschließlich Jahr 2023 durchgehen, um Sie mit aktuellen Informationen zu versorgen. Sie werden in der Lage sein, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die geltenden Vorschriften einzuhalten.

1. Was ist das Verpackungsgesetz?

Das Verpackungsgesetz wurde 2019 in Deutschland eingeführt. Sein Hauptziel ist die effektive Regulierung des Lebenszyklus von Verpackungsmaterialien und die Minimierung ihres Einflusses auf die Umwelt. Das Gesetz stellt eine Fortsetzung der seit 1991 geltenden Verpackungsverordnung dar.

Die Einführung des neuen VerpackG erfolgte schrittweise:

Jahr der ÄnderungÄnderungen am Gesetz
2017Es wurde eine neue Version des Verpackungsgesetzes verabschiedet, die strengere Anforderungen an Hersteller und Importeure von Verpackungsmaterialien vorsieht.
2018Die grundlegenden Bestimmungen des neuen Gesetzes wurden festgelegt, und ein Registrierungssystem für Unternehmen wurde entwickelt.
2019Der neue Verpackungsgesetz (VerpackG) ist in Kraft getreten. Er sieht die verpflichtende Registrierung aller Unternehmen vor, die Verpackungen auf dem deutschen Markt herstellen oder verwenden. Unternehmen müssen auch Maßnahmen ergreifen, um die Recycling- und Entsorgungsquote von gebrauchten Verpackungsmaterialien zu erhöhen.
2021Es wurden Änderungen am Verpackungsgesetz (VerpackG) vorgenommen, die die Registrierungs- und Berichtssysteme für Unternehmen betreffen. Gleichzeitig trat ein Verbot für Einwegplastikprodukte in Kraft. Dies betrifft auch Online-Handelsplattformen, die nun den Vorschriften des Gesetzes unterliegen.
2022Verbot von Polyethylen-Tüten. Das Verpackungsgesetz sieht eine Registrierungspflicht von Herstellern im LUCID-Register vor.
2023Gemäß der Änderung (§ 33 des Verpackungsgesetzes) ist nun die obligatorische Verwendung von Mehrwegverpackungen für gastronomische Betriebe, Lieferdienste und Restaurants in Kraft getreten.

Der neue VerpackG wurde eingeführt, um die Anforderungen im Umgang mit Verpackungen drastisch zu verschärfen. Er verpflichtet alle "Hersteller" von Verpackungen dazu, aktiv an der Finanzierung ihrer Entsorgung teilzunehmen. Die neuen Vorschriften helfen, die Produktion und Verwendung von Kunststoffmaterialien zu kontrollieren und fördern den Übergang zu umweltfreundlichen Alternativen.

Darüber hinaus trägt das Verpackungsgesetz zur Steigerung der Effizienz bei der Abfallverwertung bei. Es legt Anforderungen an die getrennte Sammlung und Verwertung verschiedener Arten von Verpackungsmaterialien fest, wie zum Beispiel Plastik, Glas und Papier. Dies hilft, das Volumen der Abfälle zu reduzieren, die auf Deponien gelangen, und fördert die Wiederverwendung sowie das Recycling von Materialien. Im Jahr 2021 wurden von den 5,7 Millionen Tonnen Plastikabfällen in Deutschland 41% recycelt .

Das VerpackG reguliert auch die Verantwortlichkeit von Herstellern und Verkäufern für Verpackungsmaterialien. Sie müssen sich in einem speziellen Register registrieren lassen und ihre Verpflichtungen zur Abfallverarbeitung erfüllen. Dies trägt dazu bei, eine verantwortungsbewusste Verpackungsindustrie zu schaffen, in der Hersteller bewusster bei der Auswahl von Materialien vorgehen und sich für ökologische Nachhaltigkeit einsetzen.

2. Wer fällt unter die Regelungen des Verpackungsgesetzes?

Das VerpackG gilt für alle "Hersteller" von Verpackungen. Im Kontext des Gesetzes bezeichnet dies den Akteur, der für die Erstellung und Bereitstellung von Verpackungsmaterialien verantwortlich ist, die zur Verpackung von Waren verwendet werden. Das bedeutet, dass jeder, der kommerzielle Verpackungen auf dem deutschen Markt platziert, sei es ein Hersteller, ein Distributor oder ein Einzelhändler, als Hersteller betrachtet wird und bestimmte Verpflichtungen hat.

Das Gesetz gilt sowohl für deutsche Unternehmen als auch für ausländische Unternehmen, die Waren nach Deutschland exportieren. Alle von ihnen sind verpflichtet, sind verpflichtet, die Anforderungen des Verpackungsgesetzes zu erfüllen und sich beim zuständigen Verpackungsregister zu registrieren.

3. Welche Art von Verpackung ist gemeint?

Die Auswirkungen des Gesetzes erstrecken sich auf sämtliche Verpackungen, die für Waren auf dem deutschen Markt verwendet werden. Dazu gehören verschiedene Arten von Verpackungen, insbesondere:

  • Handelsverpackungen, die mit Waren für den Verbraucher gefüllt sind.
  • Die äußere Verpackung, die nach der Verwendung durch den Endverbraucher zu Abfall wird.
  • Transportverpackungen, einschließlich Versandkartons und anderer Verpackungen für den Transport von Waren.
  • Serviceverpackungen (Verpackungen für Take-away-Speisen, Verpackungen für Backwaren in Bäckereien usw.).
  • Einwegverpackungen für Getränke, die pfandpflichtig sind, usw.

4. Welche Konsequenzen hat es für Unternehmen, wenn sie das Verpackungsgesetz nicht einhalten?

Die Nichteinhaltung der Anforderungen des VerpackG kann ernsthafte Konsequenzen für Ihr Unternehmen haben. Verstöße gegen das Gesetz können mit Geldbußen geahndet werden. Je nach Schwere des Verstoßes können diese bis zu 200.000 Euro und einem Verkaufsverbot für Produkte reichen. Eine derartige erhebliche Summe kann Ihrer Unternehmensfinanzlage erheblichen Schaden zufügen.

Verstöße können auch zu negativen Auswirkungen auf den Ruf von Verstößern führen. Moderne Verbraucher sind sich immer stärker der Umweltprobleme bewusst und bewerten Unternehmen nach ihrer ökologischen Verantwortung. Die Nichteinhaltung des Verpackungsgesetzes kann zu öffentlichen Skandalen und dem Verlust des Vertrauens der Kunden führen.

5. Änderungen des VerpackG im Jahr 2022: Wie haben sie den Online-Handel beeinflusst?

Ab dem 1. Juli 2022 wurden Änderungen am Verpackungsgesetz eingeführt, die eine Registrierungspflicht der von Verkäufern verwendeten Verpackungen im LUCID-Register und deren Teilnahme am dualen System vorsehen. Bevor Verkäufer Verpackungen in Umlauf bringen, müssen sie sicherstellen, dass diese in den materiellen Kreislauf zurückgeführt werden können.

Die Änderungen betrafen auch Online-Handelsplattformen. Seit 2022 sind sie verpflichtet, die Registrierung von Einzelhändlern im LUCID-Register zu überprüfen und sicherzustellen, dass diese die Anforderungen der Teilnahme am System erfüllen. Fehlende Bestätigung der Konformität führt dazu, dass Einzelhändler ihre Produkte nicht auf diesen Plattformen anbieten können. Dies gilt auch für Anbieter